Absperrung

RSV-Schieberauswahl: Betätigertypen und Installationsanforderungen

Gummisitzige Schieber sind unkompliziert zu spezifizieren, sobald Betriebsbedingungen, Einbautiefe und Betätigungsanforderungen feststehen. Die Wahl des falschen Betätigers führt zu Armaturen, die nicht sicher bedient werden können.

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Gummisitzige Schieber sind die Standard-Absperrarmatur für vergrabene Trinkwasserverteilungsleitungen in ganz Europa. Der gummiummantelte Keil bietet zuverlässigen Dichtschluss ohne das Überdrehmoment, das Keilschieber schwer wartbar macht. Der gesamte Körper ist mit eingebranntem Epoxid beschichtet. Die richtige Betätigerkonfiguration und korrekte Installationsanforderungen zu spezifizieren eliminiert die wesentlichen Quellen von Feldproblemen.

Betätigertypen: Freischaft, Steigspindel und Kegelradgetriebe

Der Freischaft-Schieber hat eine einfache Spindel mit quadratischer Bedienungsmutter. Er wird von oben über Schachtdeckel mit Standard-Schlüssel bedient. Das ist die häufigste Konfiguration für vergrabene Leitungen in Standardtiefen. Die Position wird durch Umdrehungszählen ab vollständiger Öffnung bestimmt.

Der Steigspindel-Schieber hebt die Spindel beim Öffnen und gibt eine klare visuelle Positionsanzeige. Er benötigt Freiraum oberhalb für den Spindelhub und ist Standard für oberirdische Installationen: Pumpstationen und Aufbereitungswerke.

Der kegelradbetätigte Schieber ersetzt die Quadratmutter durch ein rechtwinkliges Kegelradgetriebe mit horizontalem Betätigungseingang. Er wird verwendet für Armaturen zu groß für direkte Schlüsselbedienung (typischerweise DN300 und darüber) oder wo das Anlaufdrehmoment ein sicheres manuelles Limit übersteigt.

Betätigte Schieber

Schieber werden gelegentlich für Fernbetrieb an Hauptleitungen und Pumpstationsabsperrungen betätigt. Elektrische Stellglieder erfordern Mehrdrehfähigkeit passend zur Anzahl der Umdrehungen zwischen offen und geschlossen.

Drehmomentanforderungen steigen erheblich mit zunehmender Armaturengröße. Die Stellgliedauswahl sollte auf dem Anlaufdrehmoment basieren mit mindestens 30 % Sicherheitsaufschlag. Für kritische Leitungen eine ausfallsichere Konfiguration spezifizieren.

Anforderungen an die vergrabene Installation

Alle vergrabenen Schieber für Trinkwasserversorgung sollten eingebrannte Epoxid-Beschichtung auf mindestens 250 Mikrometer auf inneren und äußeren Oberflächen aufweisen, zum Schutz gegen elektrochemische Korrosion.

Spindelverlängerungen sind erforderlich, wo die Armatur tiefer als etwa 600 mm zur Bedienungsmutter installiert wird. Die Verlängerung bringt den Bedienungspunkt auf etwa 300 mm unter Geländeoberfläche. Verlängerungen sind in 500-mm-Schritten erhältlich.

Überdeckungstiefe in nordeuropäischen Klimazonen beträgt typischerweise 800 bis 1.200 mm zum Frostschutz. Armaturenkammern müssen vollständigen Zugang für Betrieb und Wartung gewährleisten.

Brandschutzanwendungen

Schieber für Sprinkleranlagen und Feuerleitungen müssen zusätzlich zur EN-1074-2-Zertifizierung eine unabhängige Zulassung von FM Global (FM 1210) und/oder Underwriters Laboratories (UL-Norm 262) tragen.

FM-zugelassene und UL-gelistete Schieber müssen ein Merkmal enthalten, das sichtbar macht, ob die Armatur vollständig offen oder teilweise geschlossen ist. OS&Y-Steigspindeldesigns erfüllen diese Anforderung von Natur aus.

WRAS-Zulassung allein ist nicht ausreichend für Brandschutzanwendungen. Immer die zutreffende FM- und/oder UL-Zulassung verifizieren.

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